Schlankheitskur für den Mac [Update] by falko
30 12 2007Damit man zum neuen Jahr mit einem frischen Mac ans Werk gehen kann, hier noch ein paar Tipps zum aufräumen.
Meine Festplatte hatte heute nur noch 2,3 GB frei. Da habe ich mich dann mal ans aufräumen gemacht. Das MacOS selbst und fast alle Applikationen schleppen unnötigen Ballast mit sich rum wie z.B. zusätzliche Sprachen (die ich weder lesen, noch sprechen kann) und Binaries für andere Prozessor-Architekturen (z.B. PowerPC und Intel). Wenn man diese nicht benötigt kann man das alles entfernen und gewinnt somit einige Gigabyte an Speicher.
Zuerst habe ich mit XSlimmer die Universal Binaries geschrumpft. XSlimmer ist ein kleines Tool welches alle nicht benötigten Prozessor-Codes aus den Applikationen entfernt. Dadurch kann man zwischen 30 und 40 Prozent an Platz der Applikation sparen.
XSlimmer bietet einen “Genie”-Modus in dem es selbst alle zu schrumpfenden Applikationen sucht und den vermutlichen Platzgewinn berechnet
Klickt man dann auf “Abspecken” legt XSlimmer los und entfernt überflüssigen Code aus allen gewählten Applikationen. Dabei kennt es auch Applikationen die offenbar nicht verändert werden dürfen wie z.B. Safari oder Skype.
Nach Abschluss der Arbeiten wird ordentlich angezeigt welche Applikationen wieviel Speicherplatz freigegeben haben und wieviel Speicherplatz insgesamt nun freigeworden ist.
Bei mir waren das stattliche 2.37 GB die frei wurden.
Als nächstes habe ich mit WhatSize geschaut, wo noch Plattenplatz “verschwendet” wurde. Besonders aufgefallen ist mir dabei der Ordner “/Library/Printers”. Hier gabs EPSON-Teiber mit über 1 GB. Da ich keinen EPSON Drucker habe, habe ich die kurzerhand gelöscht. Und auch sonstige die ich glaubte nicht zu brauchen. Hier sollte man aber vorsichtig sein, denn u.U. funktioniert danach der PDF-Druck oder sonstiges nicht mehr wenn man hier zu freizügig löscht.
Mit WhatSize lassen sich jedenfalls schnell die Ordner mit dem größten Platzverbrauch finden und ggf. löschen bzw. komprimieren.
Als letztes habe ich mit Hilfe von Monolingual alle Sprachpakete entfernt die ich nicht brauche. Jede Applikation bringt diese Sprachpakete mit und auch im MacOS selbst sind sie hinterlegt. Wenn man sein MacOS sowieso nur in einer Sprache benutzt kann man ruhig sämtliche Exoten entfernen.
Vor dem Entfernen warnt Monolingual nochmal explizit vor den Gefahren des Löschens. Auch wenn hier behauptet wird, dass man die entfernten Sprachen nur durch eine Neuinstallation wiederbekommt, so kann man beruhigt ans Werk gehen. Im Notfall hilft Pacifist einzelne Pakete von der Installations-DVD wieder nachzuinstallieren.
Monolingual durchsucht dann alle Programmpakete nach den Sprachen die enfernt werden sollen und löscht diese. Bei mir hat das auch nochmal 1.4 GB Speicherplatz eingespart.
Monolingual selbst bietet auch nochmal die Möglichkeit den Code nicht benötigter Prozessor-Architekturen zu entfernen. Trotzdem ich zuvor XSlimmer hatte laufen lassen, konnte Monolingual nochmal ca. 1.4 GB an überschüssigem Code entfernen. Bisher laufen alle Applikationen wie gewohnt. Ich werde ggf. über Probleme berichten, so sie denn auftreten sollten. Man kann vermuten, daß man sich die $11 für XSlimmer sparen kann, wenn man statt dessen Monolingual benutzt. Das kann ich aber jetzt nicht mehr testen.
Insgesamt konnte ich durch die hier genannten Aktionen ca. 10 GB an Speicherplatz freigeben. Das ist schon ganz ordentlich.
Das man vor solchen Aktionen generell ein Backup machen sollte und sich im allgemeinen über die möglichen Folgen seiner Aktionen im klaren sein sollte, muss ich hier eigentlich nicht erwähnen. Mach ich aber trotzdem. Also: Vorher Backup machen. Im Extremfall funktioniert nach dem Löschen/Entfernen nichts mehr und man muss einzelne Applikationen oder das ganze OS neu installieren.
[Update:] Das erste Opfer meiner Löschaktionen war Entourage:
Hier fehlen einige Icons und auch sonst scheint es seinen Dienst nicht wie gewohnt zu verrichten. Aber bei Microsoft Software weiß man ja nie…
[Update:] Wichtiger Hinweis in den Kommentaren: James weist darauf hin, daß für das “Adaptive Hotfile Clustering” von MacOS X mind. 15-20 % freien Plattenplatz vorhanden sein sollten…
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